Don´t call me Gin!

Laut dem britischen Gin Gesetz von 1920 darf die Basis für den ‚neutral Alkohol‘ nur aus Kartoffel, Getreide Zuckerrohr gewonnen werden.

Da die Basis für diesen Gin ein vierfach destillierter Apfelbrandy ist, darf er sich nicht Gin nennen. So kam es zu der Namensgebung: „Don’t call me Gin!“.

Die Manufaktur Jörg Geiger hat sich auf die Verarbeitung von Wiesenobst spezialisiert. Die schwäbische Landschaft ist geprägt und von alten, knorrigen Obstbäumen mit uralten Apfel- und Birnensorten. Aus diesem Obst fabriziert die Manufaktur nicht nur den „Don’t call me Gin!“, sondern vor allem Cider, alkoholfreie Seccos, Schaumweine, Süßweine, Most und Edelbrände.

Der Unterschied zwischen den ‚gewöhnlichen Edelbränden‘ und dem „Don’t call me Gin!“ ist die Zugabe von 78 Botanicals. Alle diese Botanicals stammen aus der Landschaft der schwäbischen Alb, darunter finden sich neben Wacholder auch Zitronenmelisse, Hagebutte, Mädesüß, Schafgarbe, Zimt, Rosenblüten, Estragon, Gewürznelke, Dillsamen, Lakritze, Angelikasamen, Meerrettich, Piment, Muskat, Orangen und 62 weitere. Alle Botanicals stehen in Latein und auf Deutsch auf der Flasche.

Durch die vielen Botanicals erhält der Apfelbrandy eine sehr ausgewogene, runde Finesse. Mit jedem Schluck entdeckt man neue Aromen, mal ist er blumig, dann wieder erfrischend fruchtig oder herb mit leichten Bitternoten, dass der Apfelbrandy 46% vol. hat merkt man dabei nicht.

Ich empfehle den Brand pur ohne Eis, einfach weil es schade um den guten Tropfen wäre, würde man ihn mit Tonic oder auf Eis trinken. Es ist halt eben doch kein Gin.

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Timo sagt:

    Hast du den Apfelbrandy schon in Cocktails ausprobiert? Würde mich interessieren wie er sich z.B. als Gin Ersatz in einem Gin Basil Smash macht?!

    Viele Grüße
    Timo

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    1. Moin Timo,
      ich muss ganz ehrlich gestehen, dass er mir zum Mixen zu schade drum ist. Allerdings hab ich mit ihm einen ‚Moscow Mule‘ probiert, da lässt sich die Gurke auch gut durch frischen Apfel ersetzen. Im ‚Cucumber Martini‘ schmeckt der „Gin“ gut und mit Chartreuse kann ich ihn mir auch gut vorstellen. Wie sichder „Gin“ im Basil Smash macht kann ich allerdings nicht einschätzen.
      Würde mich allerdings über dein Feedback freuen, wenn du es ausprobiert hast.

      Beste Grüße
      Joschka

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