Faude feine Brände

Ich hatte vor einigen Monaten das Glück an einer Verkostung von Florian Faude’s feinen Bränden teil zu nehmen. Der Betrieb in dem ich arbeite stellt sein Portfolio um und möchte zukünftig ‚Faude feine Brände‘ anbieten, weswegen es bei uns diese Verkostung gab.

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Faude feine Brände

„Wenn Du vorne nichts Vernünftiges hineintust, kann hinten nichts Gescheites herauskommen“, ist das Kredo nach welchem Florian Faude alle seine Brände, Geiste und Liköre brennt. „Das Ausgangsmaterial ist für 90 Prozent der Qualität zuständig.“

Er vereint höchste Qualität mit dem fast ausschließlichen Bezug von regionalem Obst und Gemüse. Er prüft jedes seiner Produkte selbst bevor er es in die Destillation gibt. Jede Gurke, jede Rote Beete und Blutorange wird von ihm genaustens unter die Lupe genommen. Entspricht die Qualität einmal nicht seinen Vorstellungen, so wird aus dem Produkt kein Destillat, dann gibt es halt einige Monate keinen ‚Gurkengeist‘.

Alles was in Deutschland heimisch ist bezieht Florian Faude von dort. Die einzige Ausnahme sind die folgenden Geiste: ‚Mandarine aus Sizilien‘, ‚Blutorange aus Sizilien‘ und ‚Bergamotte aus Kalabrien‘, sowie die Zitronen aus Sizilien für den ‚Zitronenlikör‘. Aber auch diese werden von ihm selbst auf ihre Qualität geprüft. Dafür besucht er jeden Bauern und schaut sich die Pflanzen, die Felder und die Umstände an, unter denen das glückliche Obst entsteht, aus welchem er seine herausragenden Brände und Geiste entstehen lässt.

Ganz egal woher das jeweilige Produkt kommt, Florian Faude ist sehr darauf bedacht, nachhaltig zu arbeiten. Es wird auf kürzeste Transportwege geachtet und alles noch am selben Tag verarbeitet.

Auf diese Art und Weise hat Er es geschafft eine unglaubliche Qualität in die Flasche zu bringen. Schon allein beim Öffnen der Flasche beginnt der Raum zu duften.

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Ich hatte bis dato das Problem mit vielen Bränden und Geisten, dass sie zwar eine hervorragende Nase, aber auf der Zunge keinen klaren Geschmack haben, muffig sind und brennen.

Das ist hier anders. Diese Brände und Geiste riechen nicht nur großartig nach vollen, reifen Früchten sondern schmecken auch so. Der durchschnittliche Alkoholgehalt liegt bei Bränden und Geisten bei 40%-Vol. Die einzigen beiden Ausnahmen mit einem leicht erhöhten Alkoholgehalt sind der Brand ‚Zwetschge im Cognacfass‘ mit 52,5%-Vol. und der Geist ‚Doppelkorn‘ mit 45%-Vol. Diese beiden Produkte brennen beim Schlucken genau so wenig wie die übrigen Brände und Geiste, eher umspielen sie sanft den Gaumen.

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Wenn man Brände zum Beispiel von Ziegler gewöhnt ist, dann ist es ungewohnt, dass Faudes Brände nach dem schmecken was drauf steht. Sie brennen nicht, sie riechen nicht muffig. Sie schmecken süßlich, sie schmecken nach der Frucht, sie sind mild und lassen ein jedes Herz höher schlagen.

Einen Geist kann man nicht mit einem Brand vergleichen, aber ich finde, dass der ‚Gurkengeist‘ von ‚Faude feine Brände‘ sehr gut das gesamte Sortiment beschreibt. Denn der ‚Gurkengeist‘ schmeckt, wie wenn man in eine Gurke beißt. Manch einem wird dieser Geschmack zu intensiv sein, manch Einer wird diese Intensität lieben. Diese Intensivität, dieser volle Geschmack, dieses reine Aroma spiegelt sich in allen Produkten von Florian Faude wieder.

‚Faude feine Brände‘ unterscheidet sich nicht nur in der Qualität zu anderen, großen Brennereien. Ein großer Unterschied liegt auch in der Flexibilität, in der Auswahl neuer Produkte. So entstand in den vergangenen Jahren ein ‚Fichtensprossengeist‘, welchen man sowohl geruchstechnisch las auch gefühlstechnisch durchaus mit einem entspannenden Alpen-Sauna-Aufguss vergleichen kann, ein ‚Rote-Beete Geist‘, welcher den vollen, süßen Geschmack einer frisch gekochten Rote-Beete Knolle hat, ein ‚Doppelkümmel‘, welcher mich in meine Kindheit auf Omas Bauernhof in Oberösterreich zurück versetzt hat (Oma hat ihr Kümmelbrot damals noch selbst gebacken. Es roch im ganzen Haus immer nach Kümmel und man bekam Appetit auf dieses Brot, dick bestrichen mit selbst gemachtem Topfen und Erdbeermarmelade), daran musste ich denken, als ich diesen köstlichen ‚Doppelkümmel‘ probieren durfte.

Das ganze Sortiment ist zu groß um es hier auf zu führen, zumal Euch das wahrscheinlich nur langweilen würde, deshalb gibt’s Hier einen Link zur Website von ‚Faude feine Brände‘.

Neben den klassischen Sorten: ‚Marille‘, ‚Williams-Christ-Birne‘, ‚Sauerkirsche‘, ‚Zwetschge‘ und ‚Gartenhimbeere‘, um nur einige zu nennen, gibt es auch einige Sorten die mein Barkeeper-Herz höher schlagen lassen. Dazu gehören neben dem bereits erwähnten ‚Fichtensprossengeist‘ auch ‚Blutorange aus Sizilien‘, ‚Bergamotte aus Kalabrien‘ und ‚Rhabarberlikör‘.

Allein beim Probieren dieser Geiste kamen mir schon wieder Ideen wie man diese Brände und Geiste zum Verfeinern von manch Klassischem Cocktail oder zum kreieren neuer Geschmackserlebnisse verwenden könnte. Wie wäre es zum Beispiel mit einem ‚Fig Sour‘ mit ‚Blutorangengeist‘, einem ‚Manifest Sling‘ mit Bergamotte oder einem ‚Martini Cocktail‘ mit ‚Fichtensprosse‘?

Um die Qualität von Florian ‚Faude feine Brände‘ noch einmal zu bestätigen folgen hier ein paar Fakten von seiner Website:

  • Gründung 2006 in Bötzingen am Kaiserstuhl

  • beheimatet in einer der fruchtbarsten Obst-, Wein- & Gemüseanbauregionen Deutschlands

  • Teilnahme an nationalen und internat. Spirituosenprämierungen und Cocktailcompetitions

  • 2007 – 2010 Prämierung der DLG »Deutsche Landwirtschaft-Gesellschaft« insgesamt 4 Goldmedaillen, 8 Silbermedaillen, 2 Bronzemedaillen

  • 2013 – 2008 Internationale Prämierung bei der Edelbrand-Meisterschaft Destillata in Österreich
    insgesamt 14 Goldmedaillen, 22 Silbermedaillen, 18 Bronzemedaillen
    Aufgenommen in die Kategorie »Höchste Qualität«
    Höchste Nationenwertung Platz 5 Deutschland

  • 2016 – 2014 Made in GSA Internationaler Bartender Wettbewerb / Mixology Magazin Platz auf der Siegertreppe

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