Aberlour A’Bunadh – Tastingnotes

Der eine oder andere von Euch dürfte ja schon bemerkt haben, dass ich zur Zeit mit Aida unterwegs bin. Urlaub wäre natürlich auch schön, aber nein! ich bin tatsächlich zum Arbeiten hier. Um genau zu sein bin ich gerade in der Vinothek, also alleine zuständig für den gesamt Getränkeverkauf, die Beratung und, was mich sehr freut, auch für die Whisky-, Rum-, Gin- und Wein-Workshops.

Gerade im Whiskytasting haben wir sehr schöne Produkte dabei, welche ich Euch heute gerne ein bisschen näher bringen möchte.

Wir fangen an mit meinem Favoriten – hier auf’m Schiff, zuhause bevorzuge ich einen „Writer’s Tears“ oder einen „Auchentoshan – three Wood“. Aber manchmal muss man sich mit dem zufrieden geben, was man hat – Aberlour A’Bunadh.

Aberlour A’Bunadh ist eine fruchtige Fassstärkenabfüllung. Ich mag meine Whiskys ja ganz gerne ein bisschen fruchtig, süß mit rundem Charakter, da passt dieser ganz gut mit rein.

Jahreszahl steht zwar keine auf der Flasche, dieser Single Malt sollte allerdings nicht jünger als acht Jahre sein, dafür schmeckt er zu rund. Seine Süße und Frucht bekommt dieser edle Tropfen durch das Sherry Oloroso Finish. Aus der Oloroso Traube werden richtig cremige, dickflüssige und sehr fruchtig-süße Sherrys hergestellt, besser bekannt unter dem Namen Cream.

Irgendwann entscheiden Sherry Bodegas sich dazu, dass sie ihre Fässer nicht mehr brauchen, dass ist dann der Moment, in dem Whiskyhersteller zuschlagen und diese Fässer, für inzwischen relativ viel Geld, kaufen um ihren Whisky hinein zu geben.

Wie lange Aberlour seinen Whisky im Sherryfass lässt, ist nicht bekannt, es reicht aber aus um die gut 60 Vol.-% zu kaschieren. Wer ganz gerne mal Sherrys der Qualitätsstufe Cream oder Pedro Ximenéz trinkt, kann sich ungefähr vorstellen, wie dieser Whisky schmeckt. Allen anderen kann ich nur empfehlen sich mal einen zu gönnen! Wobei auch da die Stimmung und das Umfeld passen sollte.

Heraus kommt jedenfalls ein schöner, fruchtiger, runder Whisky. Aromatisch erinnert er an Rosinen, eine Trockenbeerenauslese, süße Feigen, überreife Chardonnay Trauben, nussiges Karamell und weißes Toffee.

Bei soviel Geschmack lassen sich die gut 60 Vol.-% ganz leicht vergessen. Trinkt man diesen Whisky wie man ihn genießt, tropfen für tropfen, so schmeckt man zu erst das Fass. Leichtes Karamell. Ein Hauch Nuss. Ein Hauch Toffee. Rollt der Tropfen weiter, so reihen sich der Geschmack nach voll reifen Trauben und Oloroso mit ein. Erst zum Schluss, wenn der Tropfen den Bauch erreicht, spürt man, dass es im Raum deutlich wärmer geworden ist. Im Raum? oder ist nur mir plötzlich so warm…

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