Old Fashioned

Es ist noch keine zwei Wochen her, da hab ich den schlechtesten Old Fashioned meines Lebens getrunken!

Wenn ich unterwegs bin und die Bar nicht wirklich den Eindruck macht, als könnte man dort einen geilen, kreativen Cocktail bekommen, bestelle ich meist etwas klassisches. Etwas wo ich glaube, dass man da nicht viel falsch machen kann.

Ich hätte mir vorher schon denken können, dass das nichts wird, da das Barkonzept wohl vor 10 Jahren in der Zeit stehen geblieben ist. Die meisten Drinks wurden in Hurricanegläsern auf Crushed Ice serviert und waren vollgepackt mit Sirup, Sahne, Saft und oben drauf thronte eine vorproduzierte Dekoration aus Ananasblättern und Cocktailkirschen oder, als großer Kontrast, mit einem verkümmerten Minzezweig, als wenn ein zweiter Minzezweig zu teuer wäre..

Das eigentlich traurige an der Sache ist, dass die Lage der Bar, eine Rooftopbar mit Sicht über das Kieler Hafenbecken, der Grund ist warum die Bar immer voll ist. Weswegen die Geschäftsführung wohl noch ein paar Jahrzehnte warten wird, bis sich das Barkonzept an den Trend der kreativen Cocktailkultur anpasst.

Die besagte Rooftopbar serviert einen Oldfashioned mit einer Amarenakirsche und Orangen- und Zitronenscheiben, obwohl schon Zesten drin sein. Wobei der Barkeeper, ich glaube es war sogar der Barchef, mir sogar ein Schirmchen auf den Drink gesetzt hätte.

Wie man einen Old Fashioned richtig mixt

Zutaten:

1 Zuckerwürfel
4 Tropfen Angosturabitters
6cl Woodford Reserve Rye

  • statt Rye könnt Ihr auch einen Bourbon, Islay, Rum, Mezcal, etc. nehmen.
    Eurem Geschmack sind da keine Grenzen gesetzt.

Orangenzeste, zugeschnitten
Zitronenzeste, zugeschnitten

Zubehör:

Tumbler
Eiswürfel
Muddler
Barlöffel

Zubereitung:

  1. Den Zuckerwürfel in einen Tumbler geben und mit dem Bitter beträufeln.
  2. Den Whisky darauf geben, mit einem Muddler oder der flachen Seite eines Barlöffels den Zuckerwürfel zerdrücken und solange Rühren bis sich dieser fast vollständig aufgelöst hat.
  3. Eiswürfel darauf geben und mit dem Barlöffel weiter rühren. Dabei soll sich der Zucker vollständig auflösen und die Eiswürfel schmelzen. Wenn die Eiswürfel halbwegs zusammen geschmolzen sind, das Glas nochmal mit Eiswürfeln füllen.
  4. Weiter umrühren und zwischendurch ein paar tropfen probieren. Dazu mit dem Barlöffel ein paar Tropfen auf den Handrücken legen und diese Abschlecken.
  5. Schmeckt der Drink weich (ja, er ist stark! Aber da sind auch 6cl Alkohol drin. Das muss so! Es soll aber nicht mehr brennen.) dann ist er fertig. Schmeckt der Drink aber wässrig, dann habt Ihr zu lange gerührt. Müsst den Drink also selbst trinken.
  6. Abgerundet wird der Drink mit einer frischen Orangen- und Zitronenzeste. Diese werden jeweils über dem Drink zu einer Spirale zusammen gedreht, so dass sich die ätherischen Öle über den Drink verteilen und anschließend mit in das Glas gelegt.
  7. Fertig ist der Drink.

Das klingt jetzt echt kompliziert. Ist aber eigentlich einer der einfachsten und klassischsten Cocktails der Cocktailgeschichte.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

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