Martini Cocktail

Das mit dem Martini Cocktail ist so eine Sache. Ich denke das jeder Barkeeper ihn nicht nur anders macht sondern auch der Meinung ist, dass sein Rezept das einzig richtige ist.

Ich habe mich da viel von den Trinkgewohnheiten meiner Gäste beeinflussen lassen.

Das heißt wenig Wermut und viel Gin bzw. Wodka. Ich hab gelesen, dass es manchen Barkeepern und Gästen reicht, wenn man dem Rührglas die Flasche Wermut kurz zeigt, diese dann aber direkt wieder zurück ins Regal stellt.

In etwa so mache ich auch meinen ‚klassischen‘ Martini Cocktail.

Zutaten:

6cl Gin oder Wodka
2 Spritzer trockener Wermut (Noilly Prat Dry)

3 grüne Oliven mit Stein auf einem Stick
oder
eine Zitronenzeste, zugeschnitten

Zubehör:

Martiniglas / Coupette
Rührglas + Eiswürfel
Barlöffel
Jigger
Strainer

Zubereitung:

  1. Martiniglas / Coupette am besten schon am Vortag in den Tiefkühler legen.
  2. Ein Rührglas mit Eiswürfeln füllen und kalt rühren.
  3. Das Schmelzwasser weg geben, 2 dash Wermut dazu geben, das Rührglas mit Eiswürfeln füllen und so rühren, dass alle Eiswürfel mit Wermut benetzt sind.
  4. Das Schmelzwasser weg geben und den Gin / Wodka ins Glas geben.
  5. Rühren. Acht bis 10 Umdrehungen sollten ausreichen. Der Drink soll ja nicht verwässern.
  6. Glas aus der Kühlung nehmen und den Drink in das eisgekühlte Martiniglas oder die Coupette strainern.
  7. Je nach Vorliebe mit drei grünen Oliven oder einer Zitronenzeste (über dem Drink zu einer Spirale zusammen drehen) garnieren.
  8. Cheers!

Für einen Dirty Martini gebt Ihr 2 BL Oliven Wasser, sowie ein bis zwei angedrückte grüne Oliven mit in das Rührglas und rührt diese zusammen mit Gin / Wodka kalt.
Garniert wird der Drink mit drei grünen Oliven.

Einen Very Dirty Martini macht Ihr wie einen Dirty Martini nur das die grünen Oliven mit Frischkäse gefüllt sind. Das verleiht dem Drink etwas cremiges und ein nicht unbedingt appetitliches Aussehen.
Ein britischer Gast hat mich einmal nach so einem Drink gefragt, schmeckt zugegeben sehr viel besser als erwartet.
Garniert wird der Drink mit drei Oliven mit Frischkäsefüllung.

Die Frage nach dem richtigen Wermut

Der Wermut entscheidet viel über den Geschmack. Es gibt klassische Wermuts, die in der klassischen Barszene viel Verwendung finden, wie zum Beispiel ‚Noilly Prat‘ oder ‚Martini‘. Es gibt aber auch Anbieter wie ‚Ferdinands‘ oder ‚Belsazar‘ die viele andere Botanicals zum Wermutkraut dazu geben. Welchen Ihr am besten findet entscheidet Euer Geschmack.

Ebenso die Frage nach Gin oder Wodka und wenn, welcher? Mit einem soliden London Dry Gin macht man sicherlich nichts falsch.
Ich kann mir gerade für den Sommer einen Martini Cocktail aber auch gut mit einem fruchtigen Gin wie ‚Rubus‘ oder ‚Spitzmund‘ vorstellen.

Daran könnte man auch als Gin-Tonic-Trinker Gefallen finden.

Die Wahl des richtigen Wodkas finde ich da schon einfacher. Grundsätzlich sagt man bei Wodka, umso häufiger destilliert, desto feiner und weicher wird er und umso leichter lässt er sich pur trinken. Belvedere bietet zum Beispiel eine solide Qualität. Ebenso wie Kauffman oder Sash & Fritz. Wenn es ein bisschen interessanter werden soll.. Adler aus Berlin bringt Zitrusnoten mit und von Chase gibt es einen Smoked Potato Vodka. Auch hier siegt wohl wieder Eurer Geschmack.

der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Die Frage nach der Garnitur hängt vom Umfeld ab. Grundsätzlich sollte der Gast entscheiden was er drin haben möchte.
Macht Ihr den Drink aber für Euch, würde ich das von der verwendeten Spirituose und dem geschmacklichen Hauptbestandteil abhängig machen.

Ein paar Empfehlungen:

Rubus Gin (Beeren)

3 Himbeeren auf einem Stick und eine Zitronenzeste über dem Glas gedreht, aber nicht mit im Drink

Botanist Gin

Lavendel am Glasrand

No. 3 Gin

Orangenzeste

Gin Sul

Orangenzeste im Drink und Rosamrin am Glasrand

London Dry Gin

3 grüne Oliven auf einem Stick

Vodka

Zitronenzeste

Smoked Vodka

nichts. / Oliven

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